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01.02.2018

Glyphosat = Gift?

Glyphosat

Die Pestizide sind spätestens seit dem Vietnamkrieg zu Recht im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Das soll auch so bleiben, weil sich, wie beim DDT, Folgen erst nach jahrelanger Anwendung zeigen.

Wenn aber eine gesetzliche Krankenkasse auf dem Titelblatt ihrer Mitgliederzeitschrift ein Großfoto keimender Getreidepflanzen platziert und es mit der Überschrift „Gefahr durch Pflanzengift“ ziert, obwohl diese „Tatsache“ im konkreten Fall noch Streitpunkt zwischen Wissenschaftlern ist und dieses „Gift“ von Forschungseinrichtungen der EU als unbedenklich eingestuft wird, dann sollen sich die gleichen Krankenkassen nicht über hohe Kosten für zunehmende psychische Erkrankungen, vor allem Angststörungen, beklagen (Securvital Oktober-Dezember 2015).

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird seit vier Jahrzehnten verwendet, ohne dass irgendwo irgendeine Gesundheitsschädigung zweifelsfrei belegt ist. Hinweise gibt es auf Lungenschäden bei Landwirten nach sehr langer Anwendung. Ähnlich denen bei Bäckern, die lange Mehlstaub ausgesetzt sind. Dünne Beweislage, weil gleichzeitiges Rauchen unberücksichtigt blieb.

Die Ängste und Widersprüche beruhen auf Tierversuchen. Während Ratten das „Gift“ problemlos vertrugen, gab es bei Mäusen Veränderungen des Erbgutes. Allerdings nur nach solch hohen Dosen, die mehr als 140 Gramm für einen Menschen entsprechen.

Der gesetzlich zulässige Grenzwert ist um 2.000 Mal geringer. Selbst dieser niedrige Wert ist noch nie bei einem Menschen gemessen worden. Wieder ein gutes Beispiel, wie ein „könnte“ oder ein „nicht sicher auszuschließen“ in der Öffentlichkeit als bewiesene Tatsache wahrgenommen wird. Die gleiche Öffentlichkeit akzeptiert aber längst bekannte und zweifelsfreie Risiken mit einer hundertfachen Schadenswahrscheinlichkeit.

 

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